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Mama ist stolz 

Erstellt: 8/2007 
Author: OVB-Online / Landkreis Rosenheim


Mutter ist unglaublich stolz auf ihre Sonja
 Dieser Beitrag ist im Original von OVB-Online übernommen

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Griesstätt/Köln - Die 20-jährige Sonja aus Griesstätt hat gebangt, gezittert und gehofft - am Schluss kam sie doch «nur» auf Platz zwei. Mitgefiebert hatten bei der Abschlussshow von Big Brother die Eltern und viele Bekannte, Freunde und Fans aus der Region, die mit einem Sonderbus nach Köln gereist waren, um ihre Favoritin nach 150 Tagen im Container in die Arme zu schließen.Gestern kamen Eltern und Fans wieder zuhause an, nach neun Stunden im Bus.

«Die Fahrt war lang, aber das macht nichts. Die Stimmung beim Finale werden wir alle nie vergessen», erzählt Barbara Ailler, die Mutter von «WG-Küken» Sonja.

150 Tage lang hatte sie ihre Tochter nur noch im Fernsehen gesehen. Nur am Muttertag durfte sie zwei Minuten mit Sonja sprechen. «Besonders die erste Zeit war schwierig», erinnert sich die Mutter an die ersten Wochen, nachdem die Tochter in den Wohncontainer eingezogen war. Sie sei zwar von der Produktionsfirma immer darüber informiert worden, wie es Sonja geht, doch manche Situationen seien trotzdem nicht leicht zu ertragen gewesen: «Man sieht seine Tochter und kann nicht helfen. Das ist schon hart.»

Allerdings habe die Familie ja von Anfang an gewusst, auf was sich Sonja da einlassen würde. «Wenn sich Sonja etwas in den Kopf setzt, macht sie das auch. Da kann man ihr nichts mehr ausreden. Doch sie ist stark, darum war ich mir auch sicher, dass sie die Zeit im Container durchstehen wird.»

Das erste Wiedersehen bei der Finalfeier fiel knapp aus, eine liebevolle Umarmung, mehr Zeit gab es nicht. Nach der Show dann allerdings der erste Anruf von Sonja bei ihrer Mutter. «Jetzt seid ihr bestimmt enttäuscht, dass ich nicht gewonnen habe», sagte die Griesstätterin als erstes.

Doch das war natürlich überhaupt nicht der Fall. «Unglaublich stolz» sind Eltern und alle andere Familienmitglieder auf Sonja. «Sie hat durch dieses Projekt viele Erfahrungen gesammelt und viel für das Leben gelernt», meint ihre Mutter. Die entgangenen 250000 Euro, die schließlich der 34-jährige Michael aus Schleswig-Holstein gewann, seien leicht zu verschmerzen. «Sie ist so weit gekommen. Das ist eine unwahrscheinliche Leistung.»

Gewünscht hätte sich die Mutter ein wenig mehr Unterstützung seitens ihrer Heimatgemeinde. Denn vor, während und auch nach der Finalshow blieb in Griesstätt alles ruhig. Keine große Feier und auch sonst kein Trubel.

«Ich muss ehrlich sagen, im Großen und Ganzen wusste ich von dem Geschehen im Container nicht viel. Das ging für mich und viele andere Gemeindemitglieder wohl in der Hektik des Alltags unter», sagt der Griesstätter Bürgermeister Franz Meier. Mittlerweile werde er aber schon öfter auf Sonja angesprochen. «Vielleicht steigert das ja den Bekanntheitsgrad unserer Gemeinde», meint Meier und wünscht Sonja für die Zukunft «viel Erfolg und dass sie das erreicht, was sie sich wünscht».

Sonja selbst zeigte sich nach Ende der «Big-Brother-Staffel» nicht allzu enttäuscht, obwohl sie im Gegensatz zu früheren Big- Brother-Staffeln als Zweitplazierte ohne Gewinn das Haus verließ: «Ich habe dafür meine große Liebe Basti gefunden. Das ist mit Geld nicht aufzurechnen», sagte sie noch während der Show.

Mit Basti zusammen wird sie voraussichtlich am Sonntag in ihr Elternhaus zurückfahren. Dort ist eine große Feier geplant, mit allen Verwandten und Freunden. Wie es danach weitergeht, weiß zumindest die Mutter noch nicht so genau: «Vielleicht kommen ja interessante Angebote». wu

 



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