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Übers
Kamera-Aus hinaus
(Bericht mit Hilfe von einigen Antworten von Sonja im Voraus
dazu und die dazu beitrugen, dass dieser entstehen konnte) |
Erstellt: 02/2008
Author: Zoppo
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Übers Kamera-Aus hinaus
Der
Blick auf den Auszug aus persönlichem Blickwinkel
05.02.2008 |
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...genau vor einem Jahr, am 5.2.2007 nämlich, ging alles los und
schon
damals wusste Sonja auch, dass spätestens am 2.7. dieses Projekt
ein
Ende finden würde. Nur war natürlich völlig offen, was sich
ereignen würde,
womit sie sich auseinandersetzen müsste und auch ob dieser Tag überhaupt
erreicht werden würde (innerhalb des Projektes, versteht sich).
Doch wie schon gesagt, es war vollkommen klar, dass spätestens an
diesem Tag und
mit dem Ende der letzten Live-Show ein ganz besonders spannendes
Kapitel
endgültig zugeschlagen werden würde und für Sonja auch ein
Kapitel, das sie sicherlich
immer in Erinnerung behalten wird und an dem sich andere
"beteiligten" und es bewerteten:
Big Brother
ein Leben
unter ständiger Beobachtung, ein Spiel des Lebens,
in dem man aber "viel emotionaler ist" und jeder
irgendwie seine eigene Geschichte erzählt,
mit der aber auch schon so mancher für sich leider zugeben
musste, "ich bin hier gescheitert".
Sonjas "Big Brother-Story" ist aber eine schöne -
gescheitert ist sie nicht, ganz im Gegenteil, sie dokumentierte,
dass man zu Unglaublichem fähig ist,
wenn man sich nichts einreden lässt, selbstbewusst und gut
gelaunt und vor allem positiv eingestellt
seinen Weg geht. Viele werden jetzt vielleicht sagen "das weiß
man doch" aber für mich ist es schon
ziemlich beeindruckend, als 20-Jährige das auch bei einem Projekt
wie Big Brother aufzuzeigen, dass sie davor eben von Ihren Grundsätzen
her, keinen Unterschied macht.
Dies entspricht ihrem bayrischen Motto: "Scheiß Dir nix,
dann feid Dir nix", was sie nicht einfach nur als
Motto ausspricht, sondern dieses mit ihrer positiven
Lebenseinstellung verinnerlicht hat und eben vorlebte!
Und ja, so könnte auch gut und gerne eine Überschrift ihrer ganz
persönlichen "Big Brother Story" lauten.
Den 2.7.2007 sehnte sie, bei allem Spaß den sie hatte, aber in
den letzten BB-Tagen trotzdem herbei.
Denn in diesen trat sie auf der Stelle, man merkte ihr an, sie
wollte den nächsten großen
Schritt machen und ihre Zukunft mit Basti angehen, was im
"Haus" nicht möglich war,
ihre Familie wieder sehen, ganz einfach wieder Neues erleben.
Wenngleich sie nie den Kopf
in den Sand steckte und bis zur letzten Sekunde optimistisch blieb
und in dem Bewusstsein alles gab,
dass all das auch nie wieder kommt.
Es ist aber auch klar und logisch, dass wenn man eine Zeit absehen
kann, wie z.B. bei Big Brother,
wo man ganz genau wusste, wann das spätestens enden würde,
sich alle Energie genau auf diesen Zeitraum konzentriert und für
viel mehr dann auch nichts übrig ist
und durch "die Besucher", namentlich Oli, Eddy und
Basti, die zwischendurch nochmal kurz einzogen
obwohl sie eigentlich schon wieder im unbeobachteten Alltag
steckten und darüber berichtet wurde,
wurde dieser Verlockung noch Nachdruck verliehen.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie sich die Finalisten, zu denen
Sonja gehörte,
für die letzte Liveshow in der Lounge einfanden und ich mich
fragte, wie viel Wehmut vielleicht da jetzt
doch dabei wäre bzw. dachte ich mir
"Schade, dass die Staffel jetzt vorbei ist, von mir aus hätte
die noch ein bisschen länger laufen können".
Doch Sonjas "Antwort" kurz darauf, fiel eindeutig aus!
Auf eine Bemerkung Michaels hin, sagte sie deutlich
und aus tiefster Überzeugung heraus, "Ja... es reicht
wirklich!" (genug BB)
sprachs, nahm das Glas, nippte am Sekt und wartete ... aufs
Finale!
Diese drei Worte, mit der Pause und der Betonung erweckten den
Anschein, sie hätte gerade
eines dieser kurzen, berühmten Filmzitate ausgesprochen, denn dem
war nichts aber auch gar
nichts hinzuzufügen.
Ich konnte den Gedanken also prima für mich ergänzen und
zustimmen...
denn sie hatte ja absolut Recht, irgendwann ist der Punkt da an
dem "es
reicht".
Aber ich dachte sehr darüber nach, wie das jetzt wohl sein muss,
auf einmal zu wissen,
dass keine Kamera mehr auf einen zeigt und ein vier Augen-Gespräch
auch wirklich wieder
eines ist.
Fühlte sie sich erleichtert oder überwältigt von dem Gedanken,
wirklich "frei" zu sein und
wieder frei reden zu können und sich nicht mehr von den
Zuschauern beurteilen zu lassen, denn
fünf Monate sind eine sehr lange Zeit....Dazu werden wir dann
gleich kommen.
Auf die Liveshow und das Finale selbst möchte ich hier jetzt
nicht so im Detail eingehen,
sie holte aber einen tollen 2. Platz - also, im Spiel Big
Brother und war von dem Aufwand
rund um das Finale sehr überwältigt.
Aber in diesem Spiel mit seinen eigenen Gesetzen, wäre sie, auch
wenn sie
nach einem Monat ausgeschieden wäre, der selbe Mensch und ich
denke,
da muss man immer das eine vom anderen bewusst trennen, um ihr mit
diesem
Vergleich und solchen Rangordnungen nicht Unrecht zu tun, indem
man dem
zu viel Gewicht verleiht.
Das hat aber auch noch einen Hintergrund:
Big Brother ist und bleibt tatsächlich ein sehr schwieriges Spiel
mit eigenen Gesetzen und einem Ziel zu gewinnen und um zu gewinnen
sollte
man dem Spiel und damit Big Brother so gut es eben geht
"dienen" wie z.B. taktieren.
Nur hat Sonja sich nie zu einer Spielfigur reduzieren lassen die
taktiert und alles nur
darum geht jetzt ganz weit zu kommen, das wird eigentlich
je länger BB jetzt her ist, auch immer klarer und dazu kann man
sie nur beglückwünschen.
Sie hat es geschafft Big Brother einfach in ihr Leben zu
integrieren, so
kann man nicht davon sprechen, nicht gewonnen zu haben wäre eine
Niederlage, sondern
sie hat viel wichtigeres mitgenommen als Geld oder eine
Platzierung die aussagt, sie wäre
die Nr. 1.
Da liegt in meinen Augen der entscheidende Unterschied,
ich denke hier ist es auch passend, das mal zu erwähnen und das
ist aus
meinen Augen wirklich weit mehr wert als wenn sie sagen müsste,
sie wäre
die Nr. 2 von Big Brother. Dafür war sie einfach nicht genug „Spielerin“
und viel zu viel Sonja…..und das ist richtig gut :-)
Wenn man sich das ganze Drumherum nicht
so sehr zu Kopf steigen lässt und einfach auch nach außen trägt,
dass Big
Brother selbst im
Vergleich, eben doch nur eine Show gewesen ist,
dann finde ich, kann sie einfach mächtig stolz auf sich sein,
weil sie sich
dadurch auch nicht unter Wert verkauft. Dazu muss man aber wie
gesagt, das
wirkliche Spiel mit dem Ziel zu gewinnen vom Leben im BB-Haus
getrennt
sehen.
Es hat definitiv etwas ironisches, dass dies eine 20-jährige
Sonja
geschafft hat, der manchmal nachgesagt wurde sie sei
naiv und unreif....
Sonja war um ein vielfaches mehr Siegerin, als ein plumpes Voting
es je
aussagen könnte.
Kameras
aus - leben läuft weiter "es fällt schon eine gewisste Last
ab"
Das Finale mit der letzten Live-Show endete pünktlich..
und damit waren fünf Monate unter ständiger Beobachtung
schlagartig vorbei.
Doch
Sonja selbst erlebte den Moment etwas anders als die Zuschauer,
die plötzlich ein neues Programm sahen,
denn sie war ja immer noch die selbe, ihr Leben läuft ja nun,
wenn auch ohne Big Brother und Kameras weiter und
es wird nicht plötzlich eine ganz neue Filmrolle eingelegt. Eher
im Gegenteil, denn dass sich alles was man im Leben tut,
entscheidend auf die Zukunft auswirken kann, ist klar und
besonders Big Brother war ja die Zeit, der Ort, an dem sie
Basti kennen lernte und diese zusammen eine glückliche Zukunft
anstrebten.
Sonja sagte mir auf die Fragen zum Übergang zwischen
Show und plötzlicher Rückkehr ins "normale" Leben,
dass man die Kameras einfach auch vergisst und
den ersten Moment in der Freiheit nehme man da auch nicht so
bewusst wahr, dass man wieder frei reden könnte bzw. nicht mehr
gefilmt wird.
Das war dann wohl einfach die Macht der Gewohnheit und so kam
es auch erst im laufe des nächsten Tages dazu, sich einmal
bewusst unbeobachtet zu unterhalten
und einfach so einiges zu fragen und eben über BB zu diskutieren.
Es ist aber auch aus meiner Sicht gut nachvollziehbar, denn man
hat sich beobachtet kennen gelernt
und auch immer unter Beobachtung gelebt, natürlich macht es da
nicht plötzlich Klick und damit läuft alles auf einmal wieder
"normal".
Dementsprechend
sagt Sonja, ist an ihr auch die Aftershow-Party "irgendwie
vorbeigegangen", bei der
sie noch gar nicht richtig realisiert hatte, dass es nun vorbei
war. Außerdem wollten da
so viele etwas von ihr, dass sie es dann vorzog, sich gegen 2 Uhr
in Ihr Hotel zurückzuziehen
Mit voranschreitender Zeit hatte sie aber schon das Gefühl, dass
irgendwie, irgendwo eine gewisse Last abfällt.
Woran sie sich erstmal gewöhnen musste, so sagte sie, war erstmal
mit der ungewohnten Situation umzugehen, dass wildfremde Leute sie
plötzlich erkannten, auf sie zugingen und um Autogramme baten.
Aber sie fügte auch hinzu, dass sie glaube, letztlich doch auch
relativ schnell wieder in ihr altes Leben
zurückgekehrt zu sein und den Eindruck hatte ich auch.
Als erste Aktion in Freiheit fuhren Basti und Sonja aber erstmal
zu einer berühmten Fast-Food-Kette
die mit Mc beginnt und mit Donalds aufhört :-)
Während die eine Last also so langsam abfiel,
gönnte sie sich die andere dann aber mit Vergnügen und so
schlugen sich Sonja und Basti
erstmal richtig die Bäuche voll und schlemmten genüsslich ihre
Burger und Fritten - nur diesmal
ohne Kameras - aber bestimmt auch wieder mit Freundensschrei
„HAMBURGER UND POMMEEEES“ :-)
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